Wieder sehr gut besucht war das Einladungsturnier um den „Günther-Meier-Pokal“. Über 300 Besucher verfolgten die 15 Ringduelle in der Lechsporthalle.
Schongau – Zu Ehren des vor fünf Jahren verstorbenen Günther Meier, dem Ausnahmeboxer und Gewinner der Bronzemedaille bei den olympischen Spielen 1968 in Mexiko-Stadt, kamen in diesem Jahr unter anderem wieder Gäste aus Baden-Württemberg und Großbritannien nach Schongau. Meier war lange Zeit in der Kaserne in Altenstadt stationiert.
Boxen in Schongau: „Günther-Meier-Pokal“ lockt über 300 Zuschauer an
Aus dem Vereinigten Königreich war eine 15-köpfige Delegation der Royal Air Force angereist, um einen Länderkampf mit der deutschen Militärauswahl zu bestreiten. „Bei beiden Auswahlen sind junge Talente am Start“, berichtete der ehemalige TSV-Boxchef Achim Hoffmann. Er hatte das Duell der beiden Militär-Boxteams eingefädelt, das die Gäste mit 3:2 gewannen.
In der Lechsporthalle kamen aber auch einige Lokalmatadore zum Einsatz. Julius Mayet (Jugend Mittelgewicht) vom TSV verlor seinen Kampf über drei Runden nach Punkten. „Er muss noch ein bisschen mehr aus sich herausgehen“, meinte sein Trainer Jürgen Grimbs zum zweiten Einsatz seines Schützlings. Teamkollege Michael Friedl setzte sich im Superschwergewicht dagegen nach Punkten gegen seinen Kontrahenten durch. „Das waren zwei schwere Brocken, die die Zuschauer mitrissen“, meinte Grimbs nach dem Duell der beiden über 100-Kilo schweren Boxer. Zum Abschluss stieg schließlich noch Samuel Nieberle (Mittelgewicht) in den Ring. Beim Hauptkampf setzte sich der Schongauer klar gegen Siffedine El Moussamih durch. „Samuel wurde gar nicht richtig gefordert“, meinte Hoffmann zum überlegen geführten Kampf.
Davor gab es auch noch drei Sparringsduelle, darunter ein Damenduell mit der Schongauerin Jasmin Toppel. „Weil eine Engländerin kurzfristig erkrankt ausfiel ist Jasmin, die erst seit kurzen dabei ist, ins kalte Wasser gesprungen und sie hat ihre Sache sehr gut gemacht“, lobte Grimbs.
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