TTT-Chef Christian Kausch sieht im deutlichen Votum in München pro Olympia-Bewerbung ein sehr positives Signal, aber noch keinen Zeitdruck, vor Ort zu handeln. Die Zeit sei noch nicht reif.
München will Olympia – und das ist eine Entscheidung, die auch den Landkreis Miesbach betrifft. Sei es vielleicht bei der Austragung von Wettkämpfen, aber sicher bei der Unterbringung von Gästen. Aus Sicht von Christian Kausch heißt es trotzdem zunächst abwarten.
„Das Abstimmungsergebnis ist sicher ein sehr positives Signal und somit ganz wichtig“, sagt der Geschäftsführer der Tegernseer Tal Tourismus GmbH (TTT). „Aber vorher steht noch eine Bewerbung, die es zu gewinnen gilt. Dabei müssen wir im internationalen Vergleich bestehen. Das dauert Jahre.“
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Deshalb gebe es aktuell keinen Anlass für schnelle Reaktionen. „Es werden aber schon erste Gespräche geführt“, ergänzt Kausch, „um von Anfang an dabei zu sein.“ Zuerst müsse sich aber das Netzwerk im Großraum München, das Grundlage für die Organisation eines solchen Events ist, erst noch bilden. „Dabei geht es um die Frage, wer für was verantwortlich sein soll. Und da bringt man sich in Stellung.“ Dazu gehöre auch, nah dran an der Politik zu sein.
Kausch sieht das Ergebnis des Bürgerentscheids – 66,4 Prozent pro Bewerbung – sehr positiv: „Das ist ein schönes, deutliches Signal. Und es ist eine einmalige Chance.“ Natürlich koste das alles „eine Menge Geld“, weiß Kausch, „aber das Zusammengehörigkeitsgefühl und die Imagebildung sind immens. Das haben die Fußball-WM 2006 und die Leichtathletik-EM 2022 gezeigt. Das waren Blaupausen für Olympia.“
Wer im Landkreis Teil des Netzwerks und Ansprechpartner sein könnte, sei themenabhängig, erklärt Kausch: „Geht es um eine Wettkampfstätte, ist es sicher die jeweilige Gemeinde. Und beim Tourismus sowie der Unterbringung von Gästen wäre das die TTT.“