Ole Werner trifft zum dritten Mal in Folge im Pokal auf Cottbus – diesmal mit RB Leipzig. Experimente sind für den Coach dabei ausgeschlossen.
Leipzig/Cottbus – Der DFB-Pokal schreibt bekanntlich seine eigenen Geschichten. Vielleicht auch diesmal? Vor der Partie gegen Drittligist Energie Cottbus erklärt RB-Coach Ole Werner, was das Team von Claus-Dieter Wollitz so besonders macht und warum Experimente absolut ausgeschlossen sind.
Keine Experimente gegen den Underog
Der RB-Chefcoach ist sich sehr wohl darüber im Klaren, dass RB Leipzig in der 2. Pokalrunde gegen die Cottbuser die Favoritenrolle innehat, aber: „Natürlich wird der Underdog versuchen, sehr unbequem zu sein, mit dem Publikum im Rücken. Die letzten zwei Jahre habe ich mit Bremen auch dort gespielt. War jeweils eine stimmungsvolle Atmosphäre. Ich glaube, darauf können wir uns auch wieder einstellen. Es wird logischerweise ein sehr leidenschaftlicher Gegner auf uns warten.“
Man müsse stets auf alles vorbereitet sein und dennoch wolle man einen turbulenten Spielverlauf möglichst verhindern. Dabei ist Cottbus weit mehr als nur ein Drittligist. Die Wollitz-Elf führt nicht nur die Tabelle an, sondern hat sich in den vergangenen Jahren kontinuierlich weiterentwickelt – und kann sich dabei auf eine der leidenschaftlichsten Fanbasen der Liga stützen.
„Sie haben auch drumherum für einen Drittligisten eine stimmungsvolle Atmosphäre, ein Stadion, das dann auch Zuschauer anzieht, wo dann für Drittligaverhältnisse durchaus auch eine besondere Atmosphäre entstehen kann. Das sind so die Themen, die Cottbus ausgezeichnet haben – sich Stück für Stück weiterzuentwickeln in den letzten Jahren. Das ist auf dem Platz und in der Tabelle zu sehen“, so der 37-Jährige weiter.
Gegen einen so unangenehmen Gegner wolle Werner deshalb auch keine Experimente bei seiner Startelf durchführen. Zwar spiele das Thema Frische bei der Elf vom 6:0-Sieg gegen Augsburg durchaus eine Rolle, doch allein wegen des Drittligisten-Status des Gegners werde er nicht per se auf Akteure setzen, die zuletzt weniger Spielzeit hatten.
„Es geht für uns darum, diese Aufgabe komplett seriös vorzubereiten und anzugehen“, so die klare Ansage. Im Tor wird es jedoch definitiv eine Rotation geben. Bereits zu Saisonbeginn hatte Werner angekündigt, Maarten Vandevoordt im DFB-Pokal ins Tor zu stellen. Die Trainingsleistungen des 23-jährigen Belgiers hätten diese Entscheidung zusätzlich untermauert.
Beim Auswärtsspiel mit rund 2000 RB-Anhängern vor Ort werden Benjamin Henrichs (Achillessehne), Kosta Nedeljkovic (Knie) und Viggo Gebel (Kreuzbandriss) fehlen.