Mit der Überlegung zur Neuanschaffung eines Loipenspurgerätes befasste sich kürzlich der Sozial-, Kultur- und Sportausschuss des Sonthofer Stadtrates.
Sonthofen – Die derzeitige Maschine ist schon fast 40 Jahre alt und könnte bald ihren „Geist“ aufgeben. Doch angesichts schneearmer Winter konnte sich der Ausschuss nicht zu einer Nachbeschaffung durchringen.
Kauf eines neuen Loipenspurgerätes von Stadtrat in Sonthofen diskutiert
Ganz „nackt“ ist die Stadt aber nicht: das jetzige zweite Gerät – eine Loipenfräse – leiste weiterhin ausreichende und gute Dienste, um das Loipenangebot der Stadt aufrecht zu halten. Gute Dienste leistet bislang auch das betagte Loipenspurgerät, das sich seit 25 Jahren im Besitz eines privaten Unternehmens befindet, das im Auftrag der Stadt die Loipen präpariert und in Schuss hält. Um flexibler agieren zu können, wurde 2017 - nach intensiver Beratung durch die Stadt - eine Loipenfräse angeschafft, die für die Loipen in Hinang und Winkel zum Einsatz kommt und eine Zugmaschine oder einen Skidoo als Vorspann benötigt.
Das Loipenspurgerät ist dagegen nicht beliebig „mobil“ und kann nur im Gebiet Beilenberg und Sonthofen eingesetzt werden, wenn es nicht aufwändig verladen und transportiert wird. Eine Straßenzulassung hat es jedenfalls nicht. Was das Loipenspurgerät weiter angeht, muss laut Eigentümer und Fahrer des betagten Gerätes in absehbarer Zeit mit einem Totalausfall der Maschine gerechnet werden. Ersatzteile seien nicht mehr zu beschaffen und eine Reparatur nicht mehr möglich.
Zweifel über den Kauf eines neuen Loipenspurgerätes im Stadtrat in Sonthofen
Der Totalausfall hätte auch die Folge, dass der Fahrer (und Eigentümer) seine Tätigkeit der Loipenpflege beenden würde. Um eine Neuanschaffung würde man kaum herumkommen, falls man an einem Loipenspurgerät festhalten wolle, so die Beurteilung der Stadtverwaltung. Ob es das „brauche“, bezweifelt allerdings nicht nur die Stadtverwaltung. Man dürfe die Wintersportsituation der Stadt nicht mit Oberstdorf vergleichen. Im Raum Sonthofen seien meist Hobbysportler auf den Loipen unterwegs und die Qualität der angebotenen Loipen sei „absolut ausreichend“, stellte Katharina Haberstock vom Sachgebiet Tourismus/ Sport fest.
Angesichts „schwacher“ Winter halte sich der Einsatz der beiden zur Verfügung stehenden Geräte ohnehin in Grenzen, bei den knapp 50 Betriebsstunden des vergangenen Winters, wo eh nur ein Einsatz vor Weihnachten zustande kam; im Winter 2023/24 waren es gerade einmal 15 Stunden – für beide Maschinen. Die Kosten eines neuen Loipenspurgerätes beziffert Haberstock auf rund 260.000 Euro. Nach Veranschlagung einer 65-prozentigen Förderung bleibe ein Eigenanteil der Stadt von 90.000 Euro. Eine „absolute Notwendigkeit“ liege offenbar nicht vor, so die Stellungnahme der Verwaltung, da ja ein Ersatz in Form der Loipenfräse vorhanden sei.
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