Erfahren bei Herzinsuffizienz

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Sehen die Zertifizierung als Bestätigung ihrer konsequenten Arbeit: Prof. Dr. med. Florian Krötz (l.) und Dr. med. Ludwig Zwermann. © klinikum starnberg

Das Klinikum Starnberg ist erstmals als Mitralklappenzentrum der Deutschen Gesellschaft für Kardiologie zertifiziert worden.

„Diese Anerkennung verdeutlicht die Expertise des Hauses in der minimalinvasiven Behandlung von Herzklappenfehlern, unter denen die Mitralinsuffiziens zu den häufigsten gehört“, erklärt das Klinikum in einer Pressemitteilung.

Bereits seit 2015 wird am Klinikum Starnberg die minimalinvasive Therapie von Herzklappenfehlern angewendet. „Wir konnten auf diesem Gebiet in den vergangenen zehn Jahren sehr viel Erfahrung sammeln. Als Proctor-Trainer lehre ich diese Methode auch an anderen Kliniken“, erklärt Prof. Dr. med. Florian Krötz, Chefarzt der Medizinischen Klinik I. Neben Prof. Dr. Krötz ist auch der Leitende Oberarzt Dr. med. Ludwig Zwermann als Operateur tätig.

Die Mitralinsuffizienz zählt zu den häufigsten Herzklappenerkrankungen beim Menschen. Sie betrifft die Mitralklappe, die den Blutfluss zwischen linkem Vorhof und linker Hauptkammer reguliert. Bei einer Undichtigkeit fließt Blut in den Vorhof zurück, was zu Symptomen wie Atemnot, Schwäche, Schwellungen und Reizhusten führen kann. Oft bleibt die Erkrankung lange Zeit unbemerkt, da der Körper sie zunächst kompensieren kann. „Eine schwere Mitralinsuffizienz ist eine ernstzunehmende Erkrankung, die rechtzeitig diagnostiziert und behandelt werden muss. Ohne rechtzeitige Behandlung kann sich der Zustand verschlimmern und Folgeerkrankungen nach sich ziehen. Eine fundierte Diagnostik und eine individuelle Behandlungsplanung sind daher entscheidend“, betont Krötz.

Ist das Risiko einer Operation zu groß, etwa bei Patienten mit Herzschwäche, kann die Mitralklappe auch mit der Kathetertechnik rekonstruiert werden. Das am weitesten verbreitete Verfahren ist der sogenannte MitraClip. Dabei wird ein Clip über einen flexiblen Katheter durch eine Beinvene bis zur Mitralklappe geführt, um deren Verschluss zu verbessern. Der Eingriff erfolgt im Klinikum Starnberg in der Regel sogar ohne Vollnarkose und kommt ohne Öffnung des Brustkorbs, Herz-Lungen-Maschine oder lange Rehabilitationsphase aus. Auch die Trikuspidalklappe kann auf diese Weise behandelt werden.

„Wir freuen uns sehr über die Zertifizierung als Mitralklappenzentrum. Sie bestätigt unsere konsequente Arbeit. Wir stärken somit die regionale Versorgung und bieten Patientinnen und Patienten eine etablierte, hochwertige Behandlungsoption bei Mitralinsuffizienz“, wird Krötz weiter zitiert. Der Fokus liege auf frühzeitiger Diagnose, individueller Beratung und transparenter Kommunikation über die jeweils sinnvollen Therapien.

Weitere Informationen sind unter www.klinikum-starnberg.de erhältlich. Die Holding Starnberger Kliniken GmbH vereint die Unternehmenstöchter Klinikum Starnberg, Klinikum Penzberg, Klinikum Seefeld, Klinik Herrsching/Schindlbeck und die Klinik für Frauenheilkunde und Geburtshilfe Außenstelle Wolfratshausen unter einem Dach. Ebenfalls zusammengeführt unter der Dachmarke „Starnberger Kliniken“ sind die Residence, die Berufsfachschule für Pflege, das Schulungszentrum für Notfallmedizin, die MVZs Herrsching, Penzberg und Starnberg