Eklat in Austin: Formel-1-Pilot ignoriert Teamorder – und sorgt damit für Ärger

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Nach dem Großen Preis der USA hängt bei Alpine der Haussegen schief: Franco Colapinto ignoriert eine Teamanweisung – und bringt Pierre Gasly auf die Palme.

Austin – Bei Alpine herrscht nach dem Großen Preis der USA in Austin, den Weltmeister Max Verstappen in souveräner Manier für sich entschied, eine angespannte Stimmung: Zwischen Pierre Gasly und Franco Colapinto liegt der Haussegen schief, denn einer der beiden Formel-1-Piloten missachtete die klaren Anweisungen von der Boxenmauer.

Pierre Gasly und Franco Colapinto (beide Alpine) beim Großen Preis der Niederlande 2025 in Zandvoort
Pierre Gasly (links) war mit dem Manöver seines Teamkollegen Franco Colapinto alles andere als zufrieden. © Eric Alonso/Imago

In der Schlussphase des Rennens kam es zum Eklat: Colapinto klebte förmlich im Heck seines Teamkollegen Gasly, kämpfte um Platz 17 und machte dabei deutlich, dass er das schnellere Auto hatte. Doch von der Box kam kurz darauf die klare Ansage: keine Positionswechsel, beide Fahrer sollten ihre Positionen bis zum Ziel beibehalten.

Folgen für Franco Colapinto? Alpine kündigt interne Überprüfung an

Eine Entscheidung, die Colapinto nicht nachvollziehen konnte. „Was soll das, er ist langsam?“, funkte der Argentinier verärgert – und setzte sich kurz darauf mit einem entschlossenen, aber harten Manöver in der ersten Kurve gegen Gasly durch. Zwar fuhr er anschließend deutlich davon, doch im Team sorgte sein Überholvorgang für Verstimmung statt Anerkennung.

„Als Team sind alle Anweisungen der Boxenmauer endgültig, und wir sind heute enttäuscht, dass dies nicht geschehen ist“, erklärte Alpine-Sportdirektor Steve Nielsen unmissverständlich. „Wir werden dies überprüfen und intern klären.“ Die Angelegenheit ist damit noch nicht abgeschlossen, zumal Colapinto weiterhin um einen Platz im Alpine-Cockpit für die Saison 2026 kämpft.

Auch Pierre Gasly zeigte sich sichtlich verärgert über das Verhalten seines Teamkollegen. „Das müssen wir im Nachgang klären, und es hat keinen Sinn, den Frust hier rauszulassen“, sagte der Franzose knapp und ließ erkennen, wie tief der Ärger sitzt. „Ich habe meinen Teil dazu beigetragen, und ich bin sicher, wir werden das im Team besprechen.“

Doch weshalb erteilte das Team die Ansage, obwohl Colapinto offensichtlich schneller unterwegs war? „Wir gaben den Fahrern die Anweisung, ihre Positionen zu halten, da wir mit beiden Autos den Spritverbrauch im Auge behalten mussten und die Anzahl der verbleibenden Runden mit den Führenden in unmittelbarer Nähe noch eine Rolle spielte“, begründet Nielsen.

Eines steht fest: Colapinto hat sich mit seinem riskanten Vorstoß keine Sympathien innerhalb des Teams erarbeitet. Doch der 22-jährige Argentinier kämpft um seine Zukunft und muss sich mit Leistung empfehlen. Nach einer Reihe von Zwischenfällen, darunter ein Unfall beim Reifentest in Ungarn, zeigte er zuletzt wieder solide Leistungen und fuhr auf Augenhöhe mit Gasly. (SoBre)

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