Den Käfer findet man vor allem in feuchten Wäldern – und teils auch in Gärten. Ab und an kann es jedoch vorkommen, dass man eines der Tierchen im Haus entdeckt.
Kassel – Nicht nur Silberfischchen im Haus können ein Indiz dafür sein, dass es in den Räumen zu feucht ist. Auch der sogenannte Schwarze Moderkäfer, den man vor allem in feuchten Wäldern vorfindet, könnte, wenn man das Insekt vermehrt beispielsweise im Keller vorfindet, Berichten zufolge darauf hindeuten.
Ein häufiges Problem, nicht nur im Sommer: Ist die Luftfeuchtigkeit im Haus zu hoch, kann das – gerade in kühleren Räumlichkeiten – schnell zu Schimmel an Wänden oder Decken führen. Es liege, wenn man den Schwarzen Moderkäfer daheim entdecke, möglicherweise ein Schimmelproblem vor, hieß es in einem Bericht auf myhomebook.de vom August. Demnach kann es entsprechend sinnvoll sein, die Räumlichkeiten auf einen möglichen Schimmelbefall zu überprüfen. Der Käfer gelte als „harmlos“, hatte zudem Focus.de berichtet – doch sein Auftreten könne „auf bauliche oder hygienische Mängel“ hinweisen. Wer den Käfer entdecke, solle „ihn nicht nur umsiedeln, sondern gezielt nach möglichen Ursachen wie Feuchtigkeit oder Schimmel suchen“.
Schwarzer Moderkäfer entdeckt:. Ist die Luftfeuchtigkeit in den Räumen zu hoch?
Damit es erst gar nicht so weit kommt, ist richtiges Lüften auch in der kühlen Jahreszeit gefragt – zudem sollte man Räume niemals auskühlen lassen. Bei einer Temperatur zwischen 18 und 22 Grad liegt die optimale Luftfeuchtigkeit laut der Verbraucherzentrale bei 40 bis 60 Prozent. Wie hoch sie tatsächlich ist, lässt sich zum Beispiel mit einem Hygrometer bestimmen. Die Schimmelgefahr im Haus steigt, wie die Deutsche Presse-Agentur (dpa) berichtete, unterdessen bereits, wenn die relative Luftfeuchtigkeit im Winter regelmäßig über 50 Prozent liegt. Ab einer relativen Luftfeuchtigkeit von 70 bis 80 Prozent direkt vor einer Wand könnten dort laut der Verbraucherzentrale Schimmelpilze wachsen. Selbst wenn die Wand sich nicht feucht anfühlt.
Schwarzer Moderkäfer „teilweise auch in Gärten“ zu finden
Dass sich ein Käfer in den feuchten Keller verirrt, kann zwar durchaus passieren. Wie das Regionalforstamt Soest-Sauerland in einem früheren Beitrag auf Facebook berichtete, findet man den Schwarzen Moderkäfer, der in ganz Europa heimisch sei, jedoch „vor allem in feuchten Wäldern oder teilweise auch in Gärten“. Dieser Käfer sei ein „Nachtjäger“, ist dort unter anderem zu lesen: „Auf seinem Speiseplan stehen Nacktschnecken, Asseln, Würmer und Aas.“ (Quellen: myhomebook.de, Focus.de, Regionalforstamt Soest-Sauerland/Facebook, dpa) (ahu)