Am Wochenende steht der nächste Wetterwechsel in Bayern an. Es droht verbreitet Frost. Zudem deutet eine neue Prognose eine Wende für den Winter an.
München – Der goldene Herbst bestimmt das Wettergeschehen in Bayern. Seit Beginn der Woche erlebt der Freistaat ruhiges Herbstwetter mit milden Temperaturen. Hier und da kommt auch die Sonne raus, die Werte erreichen teils bis 16 Grad. Doch zum Wochenende hin droht ein Kälteeinbruch. Der Deutsche Wetterdienst (DWD) warnt sogar vor Frost. Darüber hinaus lässt auch eine sich anbahnende Trendwende für den anstehenden Winter aufhorchen.
Wetterwechsel in Bayern zum Wochenende: Tiefdruck bringt Kaltlufteinbruch mit sich
Die milden Temperaturen halten laut der Wettervorhersage des DWD noch bis Freitag an. Zeitgleich deutet sich in den Nächten jedoch bereits ein Trend an. So muss vereinzelt mit Bodenfrost gerechnet werden. Dieser tritt den Wetterexperten zufolge zunächst nur an den Alpen und im Süden Bayerns auf.
Am Samstag (18. Oktober) sieht die Lage jedoch anders aus. Dann erreicht ein Tiefdruckgebiet Deutschland. Die Werte sinken dabei tagsüber auf maximal acht bis 13 Grad ab. Zudem gibt es Regen. In der Nacht zu Sonntag (19. Oktober) rutschen die Werte dann sogar in den Minusbereich ab. „Tiefstwerte zwischen 4 Grad an der Isar und -1 an den östlichen Mittelgebirgen“, so der DWD. Die Folge: Verbreiteter Bodenfrost.
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Langzeitmodelle schlagen um: Winter könnte kälter werden als bislang erwartet
Bis zum meteorologischen Winteranfang am 1. Dezember dauert es noch ein wenig. Dennoch geben die Temperaturen in den kommenden Nächten bereits einen Vorgeschmack auf das, was Deutschland und auch Bayern im Winter blühen könnte. Derzeitige Langzeitprognosen des CFS- und ECMWF-Modells gehen davon aus, dass der Winter in Teilen so kalt ausfällt, wie das Klimamittel von 1991 bis 2020 es erahnen lässt. „Das haben wir schon lange nicht mehr gehabt“, erklärt Diplom-Meteorologe Dominik Jung von wetter.net. In den letzten Jahren waren die Wintermonate eher zu warm ausgefallen.
„Vielleicht ist das ein Monat, der Winterfreunden etwas Hoffnung machen könnte“, so Jung. Große Hoffnung auf viel Niederschlag oder gar Schnee gibt es jedoch nicht. „Beide Modelle sehen einen eher trockenen Januar 2026. Das spricht jetzt nicht gerade für die großen Schneemassen“, erklärt Jung. Den aktuellen Berechnungen nach ist eher mit viel Hochdruck und wenig Niederschlag zu rechnen. Ob der Januar genau so ausfällt, wie die Modelle berechnen, bleibt abzuwarten. (Quelle: DWD, Wettervorhersage von wetter.net vom 14. Oktober) (jr)